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Schwere Zeiten für Chinas Soft Power in Europa

ETNC Report 2021

Der neue Bericht des European Think-tank Network on China (ETNC) behandelt den Stand von Chinas Soft Power in Europa. Unter Soft Power wird hier die Fähigkeit gefasst, Präferenzen durch Anziehungskraft oder Überzeugung zu beeinflussen. Nach der Analysen von 17 Ländern und EU-Institutionen kommt der Bericht zu dem Schluss, dass Chinas Soft Power in Europa schwere Zeiten erreicht hat. Die Redaktion des diesjährigen Berichts leitete das niederländische Institut für Internationale Beziehungen 'Clingendael'. Sie wurde von Ties Dams, Xiaoxue Martin und Vera Kranenburg durchgeführt.

Das Kapitel zur Situation in Deutschland verfasste Barbara Pongratz, Forschungsassistentin am MERICS. Sie arbeitet heraus, dass die wirtschaftliche Anziehungskraft Chinas und die traditionell intransparenten Einflusskanäle kritischer bewertet werden, wodurch Chinas Soft Power im Land weniger wirksam ist. „Folglich musste China durchsetzungsfähiger werden und Zwangsmaßnahmen einsetzen, um sein Image zu formen.“ Dieses selbstbewusste Vorgehen wurde jedoch größtenteils negativ aufgenommen und die Kritik an China hat sich verstärkt.

Sie können dieses Kapitel und den gesamten ETNC Bericht als PDF herunterladen.

Das European Think-tank Network on China (ETNC) bringt China-Experten aus einer Reihe von europäischen Politikforschungsinstituten zum regelmäßigen Austausch zusammen. Im Fokus der Forschung stehen die auswärtige Politik Chinas und die EU-China Beziehungen.
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