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Studie
2 Minuten Lesedauer

Chinas gesellschaftliches Bonitätssystem

Marktregulierung mit Hilfe von Big Data hat weitreichende Folgen für Unternehmen in China

China entwickelt derzeit ein ambitioniertes gesellschaftliches Bonitätssystem: Auf Basis einer umfassenden digitalen Vernetzung und Datensammlung soll das Verhalten von Bürgern und Unternehmen umfangreich erfasst, registriert und reguliert werden. Die internationale Aufmerksamkeit konzentriert sich vor allem auf die Auswirkungen dieses „Social Credit Systems“ – so der englische Begriff – auf Individuen. Doch hauptsächlich geht es der chinesischen Regierung darum, das Verhalten von Markt-Teilnehmern effektiver zu kontrollieren.

Im MERICS China Monitor „Chinas gesellschaftliches Bonitätssystem“ beleuchtet Mirjam Meissner welche Auswirkungen das Bonitätssystem auf Unternehmen haben dürfte und wie das System funktionieren soll. Big Data, schreibt Meissner, ist der Schlüssel für die Realisierung der ambitionierten Pläne der Regierung. Angesichts der rasanten Digitalisierung in China ist das Potential für das Sammeln von Daten und für die Echtzeit-Kontrolle aber nahezu grenzenlos. Bis 2020 sollen die Grundzüge des Systems landesweit umgesetzt sein.

Autor(en)
Mirjam Meissner
Mirjam Meissner
Ehemalige Leiterin des Programms Wirtschaft und Technologie
Autor(en)
Mirjam Meissner
Mirjam Meissner
Ehemalige Leiterin des Programms Wirtschaft und Technologie